Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9)
Die GSG 9 ist der nach dem Geiseldrama der Olympischen Spiele 1972 in München gegründeter Spezialverband der Bundespolizei zur Bekämpfung des Terrorismus.
Der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher rief die GSG 9 ins Leben, da es zur damaligen Zeit keine speziell ausgebildete und ausgerüstet Einsatztruppe in Deutschland gab, die das Geiseldrama ohne Dilemma hätte verhindern können. Das offizielle Gründungsdatum ist der 26. September 1972 und der Stammsitz ist in Sankt Augustin.
Angefangen mit 180 Mann, umfaßt die GSG 9 heute über 240 aktive Einsatzkräfte mit verschiedenen Spezialisierungen, unter anderem Taucher, Präzisionsschützen und Fallschirmspringer.
Sie werden insbesondere dann zum Einsatz gebracht, wenn es sich um Luft- und Seepiraterie, Attentate auf ausländische Staatsgäste oder organisierte Kriminalität handelt.
Seit ihrem Bestehen hat die GSG 9 an über 1.300 Einsätzen teilgenommen und dabei (offiziell) nur vier Mal Gebrauch von der Schusswaffe gemacht: 1977 in Mogadishu, 1993 in Bad Kleinen und bei zwei weiteren Einsätzen jeweils gegen Kampfhunde der festzunehmenden Personen.
